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MFS IM: König Dollar regiert trotz Überbewertung

Ist der Dollar stark? „Sehr, wenn nicht sogar zu sehr“, sagt Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management

Doch trotz einer wahrscheinlichen Überbewertung und technischer Risiken wird „König Dollar“ weiterhin die Finanzmärkte beherrschen

„Betrachtet man den wichtigsten Indikator für den Dollar, den Trade Weighted US Dollar Index der Fed, so liegt die Weltleitwährung derzeit nur knapp unter ihrem höchsten jemals gemessen Wert. Im Vergleich zum historischen Höchststand am 13. Januar 1973 beträgt der Abstand aktuell lediglich 1,25%. Mit anderen Worten: Das neue Makro-Regime der „Trumpilocks“ zeichnet sich durch ein starkes Dollar-Umfeld aus.

Das ist indes keine Überraschung: Die USA wachsen tendenziell schneller als alle anderen, die Fed senkt die Zinsen weniger als alle anderen und die US-Regierung hat (fast) allen anderen mit Zöllen gedroht. Der starke Dollar ist also das Ergebnis der makroökonomischen Outperformance der USA in Kombination mit den Auswirkungen der Trump-2.0-Politik.

Es fällt auf, dass der USD seit der Präsidentschaftswahl gegenüber den Währungen der anderen Industrieländer doppelt so stark gestiegen ist wie gegenüber den Währungen der Schwellenländer im gleichen Zeitraum. Nach der Anpassung an die Inflationsunterschiede liegt der USD derzeit 20% über seinem langfristigen Durchschnittsniveau der letzten 25 Jahre.

Das bedeutet: Sofern wir nicht davon ausgehen, dass sich die Produktivität und das langfristige Wachstumspotenzial in den USA strukturell verändert haben, ist der Dollar überbewertet. Dies muss nicht dazu führen, dass er in naher Zukunft an Wert verliert, aber es gibt zwei taktische Risiken: Zum einen war es lange allgemeiner Konsens, auf den Dollar zu setzen. Diese Haltung hat zu einem „crowded trade“ geführt, so dass die technische Unterstützung inzwischen fehlt. Zum anderen waren die realen kurzfristigen Zinsdifferenzen gegenüber dem Euro in der Vergangenheit ein wichtiges Signal, in welche Richtung sich der Dollar bewegen würde. Aber dieser Mechanismus wirkt inzwischen nicht mehr so stark wie früher.

Diese kurzfristigen Risiken reichen aber wahrscheinlich nicht aus, um die US-Währung zu schwächen. Für Vermögenswerte, die in anderen Währungen denominiert sind, wird dies daher zur Herausforderung und die Steuerung der Devisenvolatilität im Portfolio zur Notwendigkeit.“

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