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ESG-ETFs: Anleger setzen auf geringen Tracking Error

2024 markierte ein Rekordjahr für den europäischen ETF-Markt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum flossen über 250 Milliarden Euro und damit 60 Prozent mehr in entsprechende Produkte. Der Anteil an ESG orientierten ETFs machte hierbei 17 Prozent aus. Interessant dabei: Während nachhaltige ETFs auf MSCI-SRI-Indizes stark abnahmen (mit Abflüssen von mehr als 15 Milliarden Euro), konnten ESG-ETFs mit einem geringen Tracking Error Zuflüsse von zwölf Milliarden Euro im Jahr 2024 verzeichnen. Dies geht aus einem Bericht des französischen Vermögensverwalters BNP Paribas Asset Management hervor.

Die Experten des Fondshauses sehen diesen Trend vor allem darin begründet, dass passive Fonds mit ESG-Ausrichtung durch Restriktionen und Ausschlüsse von bestimmten Unternehmen häufig zu stark von der Zusammensetzung des zugrundeliegenden Referenzindex abweichen. Diese Selektivität führe dazu, dass beispielsweise MSCI-SRI-Indizes im Vergleich zu traditionellen Benchmarks einen relativ hohen Tracking Error aufweisen.

Demgegenüber stehen passive ESG-Investmentkonzepte, die eine geringere Abweichung von der Benchmark anstreben. Grundlage derartiger ETFs sind sogenannte Min-TE-Indizes (Minimizing Tracking Error). Mit einem anvisierten Tracking Error von einem Prozent sind sie in der Lage, traditionelle Indizes akkurater widerzuspiegeln, ohne dabei auf eine ESGAusrichtung zu verzichten. Und das kann sich durchaus positiv auf die Performance auswirken. So konnte beispielsweise der MSCI Europe ESG Filtered Min-TE-Index seinen Mutterindex in den vergangenen sechs Jahren fünfmal outperformen, schreiben die Experten von BNP Paribas Asset Management.

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